Aktuell

Stücke

Spielplan

Geschichte

Kontakt

12. Feb 2017
Wir sind voll aktiv in der "Flausen"-Residenz. Wu Wei Theater Frankfurt mit dem Label Helfersyndrom haben ein Stipendium erhalten, aber nicht in Marburg wie zu erst gedacht, sondern in Oldenburg im Theater Wrede.
Am 28. 02. 2017 um 19 Uhr präsentieren wir dort unserer Forschungsergebnisse. 
Unser "Logbuch" füllt sich von Tag zu Tag. Wir gehen Um - und Irrwege, sind fasziniert die Zeit zu teilen in Arbeitszeit, Konsumzeit , politische Zeit und unbestimmte Zeit :

... Niemand darf in einem Gemeinwesen über die Arbeitszeit einer anderen Person so verfügen, dass damit ein Zugewinn an Konsumzeit, politischer Zeit oder unbestimmter Zeit für diejenige Person erwirtschaftet wird, die fremde Arbeitszeit kommandiert und ihre Ergebnisse aneignet. ...(nach Dietmar Dath)

Wir entwerfen Detailpläne, suchen nach dem grossen Ganzen, tasten im Dunkeln, suchen nach Antworten im Vergangenen und im Heute, bilden eine Allianz über die Generationen: Vereinigte Vergangenheiten. 

img1412500

Und somit bitten Wu Wei Theater Frankfurt und helfersyndrom zur Tischgesellschaft für Zeitverkostung. Die beiden Theaterkollektive haben einen Pakt zwischen den Generationen geschlossen, um einen Plan für den Ausstieg aus den herrschenden Zeitregimes zu finden. Wenn eine bessere Weltordnung zunächst eine gerechtere Zeitordnung braucht und Zeit wie ein guter Wein wäre, den man gemeinsam genießt – welche Rezepte garantieren uns ihre Reifung? Wenn wir Geldwerte durch Zeitwerte ersetzen, kommen wir dabei dennoch auf unsere Kosten? Ist das die alte Frage nach dem Sozialismus, nur in zeitgemäß, luxuriös und schön? Wer hat die bessere Antwort, wenn wir nicht mehr weiterwissen: der Computer oder das Orakel? Eins steht fest: Die Erprobung einer anderen Zeitrechnung ist an der Zeit. Und der Appetit kommt bekanntlich beim Essen. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, ist herzlich willkommen: Die Zeit sieht jeden von uns gleich gern als ihren Gast.

Also: Bitte ziehen Sie sich an und bringen Sie sich einen Teller und Besteck mit.  Termine und Ort siehe Spielplan!

Da die Gesellschaft auf 24 Plätze beschränkt ist, bitten wir immer um Anmeldung für den 28.02.2017 in Oldenburg im Theater Wrede unter deren Mailadresse: info@theaterwrede.de bzw. Tel.Nr. 0441 9572022

QR9A8408

A BISSERL SCHWARZ, A BISSERL WEISS
Ein Wiener Abend mit Hautgout

Mit Texten, Gedichten und Liedern nach Trude Marzik, Hansi Fischer u.v.a.

Idee, Konzept, Produktion: Wu Wei Theater Frankfurt
Musikalische Umsetzung: Hansi Fischer / Elisabeth Süßer
Kontakt:
Büro für Freies Theater, Hartmut-Nawin Borgwald

Dieser Abend ist der Wiener Autorin Trude Marzik herzlich gewidmet.

"Jede Provinz liebt ihren Dialekt: denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft." Goethe

Verstehen Sie wienerisch von "A" wie Adaxl bis "Z" wie Zwutschkerl? Wollen Sie wissen, was ein Bazi, ein Gannef, ein Haftelmacher ist? Haben Sie schon mal eine Kabanossi verspeist, ein Flankerl im Mund gehabt? Und der Hautgout? Das fast verschwundene Wort der Küchensprache. Ausgesprochen: "Ogu" mit langem "U". "Oguuu", es schmeckt nicht nur, es riecht auch danach: süßlich, streng und sehr intensiv. Hautgout, der hohe Geschmack, schmeckt Scheiße, aber köstlich.

So schmeckt auch unser Abend mit Angelika Sieburg, Andreas Wellano, am Klavier: Hansi Fischer, special Guest - Liese Lyon, die in Liedern und Texten über das Wienklischee, die Gemütlichkeit, die Liebe, den Tod, das Saufen und Essen, die Kultur und Unkultur, politisch aktuell, mit sprachkundlichem und abgründigem Humor sinnieren, singen, jodeln, raunzen, weinen, schimpfen, in die Tasten schlagen: mal süßlich, mal streng aber immer mit Hautgout.

Premiere: 1. Juni 2016 um 20 Uhr im Stalburg Theater in Frankfurt am Main - Glauburgstr. 80 
weitere Aufführung am 15.
Juni 2016 20 Uhr

Kartentelefon: 0180-6050400  oder per Mail www.stalburg.de 

DIE GESCHICHTE EINER TIGERIN - LA STORIA DELLA TIGRE  2015 RELOADED
Die "Geschichte einer Tigerin" von Dario Fo war lange Zeit das Erfolgssolo des Schauspielers Andreas Wellano. An die 30 Jahre sind es her, dass er zum ersten Mal als "verlängerter Arm Fos in Deutschland" mit diesem Stück auftrat. Die künstlerische Verwandtschaft zwischen Dario Fo und Andreas Wellano ist augenfällig. Beide sind Virtuosen des Stegreifspiels, der Theatererfindung aus dem Moment heraus. Mit einer kleinen Veränderung der körperlichen Haltung, der Mimik, der Stimme gelingt es im Bruchteil einer Sekunde, Personen und Situationen auf der Bühne entstehen zu lassen.

Eine ganz neue Ebene des Spiels hat Wellano mit seiner Regisseurin Angelika Sieburg zu dem virtuosen Ritt durch die Charaktere, Typen und Situationen hinzu erfunden: Er beginnt die Erzählung auf Italienisch und berichtet von seiner ersten Begegnung mit Dario Fo. Damit holt er elegant die Zeit der Entstehung des Stücks in die Geschichte mit hinein.
Der Wechsel zwischen Deutsch und Italienisch macht Lust auf eine vollständige italienische Originalfassung, wie man sie von Fo selbst erleben konnte. Aber zum Glück kann man schließlich doch alles auf Deutsch verfolgen. Die Sprünge ins Italienisch durchziehen trotzdem weiter das Stück. Sie bedeuten gleichzeitig eine Art Auszeit, ein Entspannen und Innehalten im atemlosen Strom der Erzählung.
Man muss also nicht altgedienter 68er gewesen sein, um die „Tigerin“ neu zu entdecken. Junge Menschen sehen diese Geschichte mit anderen Augen aber ebenso großem Vergnügen. (Aus einer Kritik von Dietrich Stern, Stalburg Theater Frankfurt, 2015)

item2