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Angelika Sieburg / Andreas Wellano

Triftstr. 34

60528 Frankfurt am Main

Der Traum der Grossmutter
im Musikvideo "Ärger" der coolen Band
"ok.danke.tschüss"

Andreas Wellano als Showmaster in "Hangar Games" - Premiere in Berlin im November 2021,
LoBu Productions Berlin

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29. OKT 2021, laPROF Ehrenpreisverleihung an Angelika Sieburg. Am letzten Freitag bekam Angelika im Hessischen Landestheater Marburg, als eine von drei die sich in Sachen Kulturpolitik in Hessen für die Professionellen freien Darstellenden Künste in den letzten Jahren sich besonders engagiert hatten. 

Große Freude bei Angelika: "Und ebenso großen Dank an meinen Mann Andreas Wellano der meine kulturpolitische Aktivitäten stets voll und von Herzen unterstützt hatte. In dieser, sehr gelungenen Feier, bekam ich gleich von drei LaudatorInnen Cornelia Niemann, Hartmut Nawin Borgwald und Katja Hergenhahn eine Laudatio; die bewegend und amüsant einen Rückblick auf meine 40 Jahre Künstlerleben- von der Schauspielerin am Stadttheater bis zur Freien Theatermacherin mit allen künstlerischen und kulturpolitischen Herausforderungen die sich daraus ergeben haben Revue passieren liessen."
 

 Wiederaufnahme von „Der Geschichte einer Tigerin. La Soria della Tigre“ Daria Fo.

TIGERIN RELOADED

Die „Geschichte einer Tigerin“ von Dario Fo war lange Zeit das Erfolgssolo des Schauspielers Andreas Wellano. An die 30 Jahre sind es her, dass er zum ersten Mal als „verlängerter Arm Fos in Deutschland“ mit diesem Stück auftrat.

Entscheidend ist, ob diese Erzählform heute noch so aktuell ist wie in den 70ern des vorigen Jahrhunderts, als Dario Fo sich diese Stücke auf den Leib schrieb. Sie ist es! – Das macht uns Andreas Wellano mit seinem Können, seinem Humor und seinem gegenwärtigen, intelligenten Zugriff ohne weiteres klar.

In der „Geschichte einer Tigerin“ bleibt ein Soldat der Roten Armee Mao Tse Tungs auf dem berühmten „Langen Marsch“ verwundet zurück und muss sich unfreiwillig eine Höhle mit einer Tigerin und ihrem Jungen als Zuflucht teilen. Er überlebt, weil die Tigerin zu viel Muttermilch hat, und weil sie Gefallen an den Kochkünsten des unfreiwilligen Höhlengenossen findet.

Eine ganz neue Ebene des Spiels hat Wellano mit seiner Regisseurin Angelika Sieburg zu dem virtuosen Ritt durch die Charaktere, Typen und Situationen hinzu erfunden: Er beginnt die Erzählung auf Italienisch und berichtet von seiner ersten Begegnung mit Dario Fo. Damit holt er elegant die Zeit der Entstehung des Stücks in die Geschichte mit hinein. Der Wechsel zwischen Deutsch und Italienisch macht Lust auf eine vollständige italienische Originalfassung, wie man sie von Fo selbst erleben konnte. Aber zum Glück kann man schließlich doch alles auf Deutsch verfolgen. Die Sprünge ins Italienisch durchziehen trotzdem weiter das Stück. Sie bedeuten gleichzeitig eine Art Auszeit, ein Entspannen und Innehalten im atemlosen Strom der Erzählung. Der Schauspieler ist ja mit dem Stück auch 30 Jahre älter geworden, und indem er sich die Ruhe des völligen Aussteigens aus dem Spiel gönnt, ermöglicht er dem Zuschauer die Reflexion über die veränderten  und doch, gerade was China betrifft, in vielem gleich gebliebenen Zeiten. Wieder einmal zeigt sich der epische Ansatz, die Durchbrechung und Reflexion des Spiels, wie sie Angelika Sieburg und Andreas Wellano in vielen „epischen Versuchen“ im Wu Wei Theater durchprobiert haben, von seiner besten und produktivsten Seite. Möglicherweise hat mancher mitgealterte 68er-Zuschauer verwundert und staunend auf die eigene sektiererische Geschichte von damals zurückgeblickt. Das Kluge und Überzeugende der wiederholten Brechung der Geschichte liegt aber darin, dass nicht gleich die ganze politische Aussage Dario Fos weggeworfen wird, sondern dass gerade in der Brechung die Anwendung des sozialrevolutionären Anarchismus, wie ihn Fo mit größtem Spaß entworfen hat, auf heute möglich wird. 

Man muss also nicht altgedienter 68er gewesen sein, um die „Tigerin“ neu zu entdecken. Junge Menschen sehen diese Geschichte mit anderen Augen aber ebenso großem Vergnügen, Und denkt man an die mutigen jungen Demonstranten in Hongkong, wie sie dem verknöcherten Dinosaurier KP China wieder neu die Freiheit abtrotzen wollen, dann ist die „Geschichte einer Tigerin“ genau die richtige Geschichte der Zeit, eine Geschichte, die kräftige Milch des Aufruhrs als Nahrung bietet.

Dietrich Stern - Mainz

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A BISSERL SCHWARZ, A BISSERL WEISS
Ein Wiener Abend mit Hautgout

Mit Texten, Gedichten und Liedern nach Trude Marzik, Hansi Fischer u.v.a.

Idee, Konzept, Produktion: Wu Wei Theater Frankfurt
Musikalische Umsetzung: Hansi Fischer / Elisabeth Süßer
Kontakt:
Büro für Freies Theater, Hartmut-Nawin Borgwald

Dieser Abend ist der Wiener Autorin Trude Marzik herzlich gewidmet.

"Jede Provinz liebt ihren Dialekt: denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft." Goethe

Verstehen Sie wienerisch von "A" wie Adaxl bis "Z" wie Zwutschkerl? Wollen Sie wissen, was ein Bazi, ein Gannef, ein Haftelmacher ist? Haben Sie schon mal eine Kabanossi verspeist, ein Flankerl im Mund gehabt? Und der Hautgout? Das fast verschwundene Wort der Küchensprache. Ausgesprochen: "Ogu" mit langem "U". "Oguuu", es schmeckt nicht nur, es riecht auch danach: süßlich, streng und sehr intensiv. Hautgout, der hohe Geschmack, schmeckt Scheiße, aber köstlich.

So schmeckt auch unser Abend mit Angelika Sieburg, Andreas Wellano, am Klavier: Hansi Fischer, die in Liedern und Texten über das Wienklischee, die Gemütlichkeit, die Liebe, den Tod, das Saufen und Essen, die Kultur und Unkultur, politisch aktuell, mit sprachkundlichem und abgründigem Humor sinnieren, singen, jodeln, raunzen, weinen, schimpfen, in die Tasten schlagen: mal süßlich, mal streng aber immer mit Hautgout.

26. Oktober 2021 20:00 Uhr Agora Lokal Darmstadt
Erbacherstr. 89
64287 Darmstadt
Karten über: lokal@agora-da.de
 

"Fast alles über Österreich" schrieb Ulrike Krickau in der FR von

 „A bisserl Schwarz. A bisserl Weiß. Ein Wiener Abend mit Hautgout“

Wir bringen darin - aktuell politisches, persönliches, nostalgisches, poetisches – das Wien Klischee, das Abgründige, den Humor, das Wiener Alphabet, und auch ein bissl was Hessisches, alles mit viel Musik und Liedern in der Neuinszenierung.

Texte: Trude Marzik, Lyrikerin aus Wien

Komposition: Hansi Fischer 

Und Live am Flügel / der Konzertina: Elisabeth Süßer 

Mit: Angelika Sieburg, und Andreas Wellano